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Luftfilterklassen

 

Eindeutige Angaben zur Effizienz von Filtern werden oft durch die Verwendung unklarer Begriffe oder Bezüge vermieden! Die nachfolgenden Aussagen sollen die Bewertung und Einordnung von Filtern erleichtern:

 

Klassifizierung von Filtern

Die Filterarten werden nach DIN in 17 Klassen eingeteilt, von G1 (sehr grob) bis U17 (ultrafein). Es gibt Grobfilter (G1 bis G4), Feinfilter (F5 bis F9) und Schwebstoff-Filter (H10 bis H14 und U15 bis U17). Schwebstoff-Filter werden je nach Güte in HEPA und ULPA unterteilt. Zumeist werden Taschenfilter (»Kaffee-Filtertüten-Prinzip«) eingesetzt.

Grobfilter finden sich z.B. in Badlüftern. In gewöhnlichen raumlufttechnischen Anlagen werden zumeist Feinfilter F5 eingesetzt. F7 bis F9 finden sich z.B. in Laboratorien. Schwebstoff-Filter H10 bis H14 finden sich in Untersuchungs-, Behandlungs- und Mikrotechnikräumen, H14 bis U17 in sterilen OP-Bereichen und in der Chipproduktion.
 

 

Für die Bewertung von Angaben zur Filtereffizienz ist der Abscheidegrad und seine Bezugsgröße entscheidend:

 

 

 

Filterklasseneinteilung für die allgemeine Raumlufttechnik

 Filterart

 Filterklasse
DIN EN 779

 mittlerer Wirkungsgrad*
(atmosphärisch) in %

 mittlerer Abscheidegrad
(gravimetrisch) in %

Grobfilter

G 1

 

50 bis < 65

Grobfilter

G 2

 

65 bis < 80

Grobfilter

G 3

 

80 bis < 90

Grobfilter

G 4

 

> 90

Feinfilter

F 5

40 bis < 60

(bei einer

Feinfilter

F 6

60 bis < 80

Enddruckdifferenz

Feinfilter

F 7

80 bis < 90

von 250 Pa)

Feinfilter

F 8

90 bis < 95

 

Feinfilter

F 9

> 95

 

 * bezogen auf die Anzahl von Partikeln mit 0,4 µm bei einer Enddruckdifferenz von 450 Pa

Grobfilter scheiden keine Partikel feiner 2 bis 3 µm Größe ab. Partikel, die die meiste Verschmutzung in Gebäuden verursachen, liegen darunter, gegen sie werden Feinfilter eingesetzt.

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Extrem lungengängig und damit krankheitsverursachend sind Partikel um 1 µm und Partikel unter 0,3 µm. Gegen sie hilft nur der Einsatz von Schwebstoff-Filtern:

   
 

Partikel von 0,1 - 0,3 µm (1000 µm = 1 mm) sind in einem Schwebstoff-Filter am schwersten abzuscheiden. Deshalb wird nach DIN EN 1822 der Abscheidegrad, der sich auf Partikel dieser Größe bezieht, für die Klassifizierung von Schwebstoff-Filtern verwendet.
 

 

Filterklasseneinteilung der Schwebstoff-Filter HEPA* & ULPA**

 Filter

 Filterklasse
DIN EN 1822

 mittlerer Abscheidegrad***
(gravimetrisch) in %

HEPA

H 10

> 85

HEPA

H 11

> 95

HEPA

H 12

> 99,5

HEPA

H 13

> 99,95

HEPA

H 14

> 99,995

ULPA

U 15

> 99,9995

ULPA

U 16

> 99,99995

ULPA

U 17

> 99,999995

 * High Efficient Particulate Air
 ** Ultra Low Penetration Air
 *** Partikel von 0,1 - 0,3 µm sind unter normalen Betriebsverhältnissen in einem Schwebstoff-Filter am schwersten abzuscheiden. Deshalb wird bei der Filterklassifizierung der Abscheidegrad bei diesem Punkt - dem MPPS- (most penetrating particle size) - angegeben. Schwebstoff-Filter müssen zumeist durch einen Vorfilter vor größeren Partikeln (> 1 - 3 µm) geschützt werden.

 

 

 Partikelgrößen

 

Partikelgrößen von Schadstoffen

Stoff

Partikelgröße in µm

 Nebel

100

 Zementstaub

5 - 100

 Schimmelpilzsporen, Pollen

10 - 100

 Sporen

10 - 30

 Fasern

10

 Bakterien, Asbeststaub

5

 Krankheitskeime

0,4 - 0,5

 Milbenallergene

0,1 - 12

 Rauch

0,1 - 1

 Ruß

0,01 - 0,5

 Viren

0,005 - 0,1

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